Jochen
Samstag, 24. November 2012
Internetagentur Hamburg
Heute habe ich mich endlich auf die Suche nach einer Internetagentur Hamburg gemacht. Das lag ja schon ewig auf meinem Schreibtisch. Ursprünglich wollte ich ja selbst ein bisschen Fotos schießen und die hübsch zu einem Prospekt zusammenstellen, dazu hatte ich mir extra ein Buch gekauft. Doch ich musste mir eingestehen, dass die Arbeit hier auf dem Hof mich davon abhielt. Letztendlich habe ich doch auf den Rat meiner Frau gehört, eine Internetagentur Hamburg zu suchen, welche die Werbung übernimmt. Ich hatte auch ziemlich schnell eine gefunden, die mir gefiel. Als ich anrief, waren sie auch gleich bereit, sich mit mir am nächsten Tag für eine erste Besprechung zu treffen, schließlich wollte ich es nicht wieder auf die lange Bank schieben. Nunja, wollen wir mal sehen, ob die Internetagentur Hamburg hält, was sie online verspricht. Sie haben zumindest einen kompetenten ersten Eindruck hinterlassen.
Dienstag, 15. März 2011
Eine Großanmeldung!
Heute begann der Tag dagegen mal wieder erfreulich. Eine Schule hat angerufen und angefragt, ob wir auch eine Schulklasse unterbringen könnten. Es wären fünfzehn Kinder und zwei Betreuer. Damit sind wir zwar ausgebucht und wir müssen mal ausprobieren, wie wir die Kinder alle unterbringen, aber in dem Alter freuen die sich auch darüber, wenn sie ein Zimmer zu viert teilen können. Die Betreuer bekommen jeweils ein Einzelzimmer, das ist klar. Natürlich möchte die Schule auch ein besonderes Programm- so soll eine Nacht mal im Heu verbracht werden, die Kinder wollen im Stall helfen und sie würden auch gerne mal einem Tierarzt bei der Arbeit zusehen. Wir hatten noch nie eine Schulklasse hier, aber irgendwie freue ich mich darauf. Die Klassenfahrt wird schon im April sein, so dass ich jetzt wirklich zusehen muss jemanden zu finden, der uns bei der Arbeit hilft. Die Schule möchte auch gerne Vollverpflegung, also brauchen wir in jedem Fall jemanden, der auch in der Küche hilft, meine Frau schafft das alleine nicht. In jedem Fall können wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!
Freitag, 11. März 2011
Die Kleinkläranlage ist kaputt!
Heute früh hat mich direkt eine Hiobsbotschaft erwartet- unsere Kleinkläranlage ist kaputt. Unser Hof liegt ein ganzes Stück von der Stadt entfernt, wir haben keine Nachbarn, deshalb haben wir eine eigene Kleinkläranlage, die unsere Abwässer reinigt. Entsprechend haben wir auch eine kleine Schaltzentrale, die die Prozesse steuert. Heute früh habe ich entdeckt, dass eine Warnmeldung angezeigt wird, und das bedeutet, dass ich einen Handwerker anrufen muss. Ich kann zwar die Werte der Kleinkläranlage überprüfen und auslesen, aber ich kann natürlich nichts an der Technik machen. Und deshalb brauche ich jemanden, der sich mit der Kleinkläranlage auskennt. Im Normalfall kommt einer raus, der für die Herstellerfirma arbeitet, ich hoffe, dass es heute auch klappt. Mit einer nicht voll funktionstüchtigen Kleinkläranlage auf dem Hof lebt es sich nicht besonders gut, weil wir erst einmal alles unnötige einstellen müssen. Duschen und Wäsche waschen fällt aus. Es wäre wirklich leichter wenn sich auch andere Handwerker mit einer Kleinkläranlage auskennen würden, damit ich nicht von der einen Firma abhängig wäre, aber am Ende hat es eigentlich immer ganz gut geklappt wenn ich mal jemanden brauchte. Länger als zwölf Stunden habe ich bisher noch nicht auf den Handwerker gewartet, und diese Zeit lässt sich ja ganz gut überbrücken.
Sonntag, 6. März 2011
Tierarztbesuch
Heute musste der Tierarzt kommen. Das ist auf einem Betrieb wie dem unseren nicht unüblich, da eigentlich immer eines der Tiere krank ist oder die jährliche Impfung ansteht. Eine meiner Kühe hat ein dickes Bein, das musste sich der Tierarzt ansehen. Die Kuh hat eine kleine Wunde die sich entzündet hat, jetzt bekommt sie Antibiotika. Das ist für uns sehr blöd, da die Milch der Kuh jetzt nicht mehr verkauft werden kann. Ich muss sie nun recht lange mit der Hand melken, so lange, bis sowohl die Entzündung weg als auch das Medikament abgebaut ist. Das können schon mal zwei Wochen werden.
Donnerstag, 3. März 2011
Der Sommer muss vorbereitet werden
Ich habe vor zwei Jahren den Betrieb meiner Eltern übernommen. Wir haben einen kleinen Bauernhof, natürlich mit Milchvieh, aber auch mit anderen Tieren. In den Sommermonaten bieten wir Ferien auf dem Bauernhof an. Das läuft eigentlich ganz gut, viele Menschen, die in der Stadt leben, wollen in den Ferien mal frische Landluft schnuppern. Aber neben der normalen Arbeit auf dem Hof ist das natürlich auch zusätzliche Arbeit, die wir gut vorbereiten müssen. Wir brauchen in der Zeit immer eine zusätzliche Kraft, die sich um die Zimmer kümmert und das Frühstücksbuffet fertig macht. In den letzten Jahren hat das immer eine Dame aus dem Dorf gemacht, die sich so ein zusätzliches Taschengeld verdient hat, die muss ich fragen, ob sie dieses Jahr wieder für uns da ist. Außerdem muss ich mich um die Werbung kümmern und die Buchungen verwalten. Zum Glück ist meine Mutter auch noch da, sie nimmt mir viel ab.
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